Mobile Mädchenarbeit
Girlz*Space

Girlz*Space bietet Mädchen und junge Frauen Workshops, Beratungen und Hilfe an.

  • Beratung und offene Mädchensprechzeit der Mobilen Mädchenarbeit (jeden Dienstag 14:00 – 18:00 Uhr)
  • Workshops und Projekte an Bildungseinrichtungen, Freizeiteinrichtungen, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe für Mädchen/ junge Frauen, Multiplikator*innen und Fachkräfte mit den Themenschwerpunkten:
    - weibliche Identität / Geschlechterrollen
    - Gewaltprävention
    - Konflikte
    - Sexualpädagogik
    - Lebensplanung und berufliche Orientierung
    - Umgang mit inadäquaten Kompensationsmustern (Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten..) im Jugendalter
    (weitere Themen sind nach Absprache möglich)

Folgende Angebote bietet Girlz*Space aktuell an:

Workshop 1:
“Mädchen gegen Jungs? – Jungs gegen Mädchen?”
ab 4. Klasse

Mit Hilfe dieses Bildungsworkshops wollen wir die Teilnehmer*innen ermutigen, ihren eigenen Weg zum Mädchensein/ Jungssein bzw. Menschseins zu finden. Es gibt nicht das „typische Mädchen“ oder den „typischen Jungen”. Sie sollen ihre eigenen Stärken und Interessen kennen lernen und sich deren bewusst werden. „Ich kann und darf auch anders sein“, „Was will ich wirklich?“ und „Wie will ich sein?“. Darüber hinaus tauschen sich die Teilnehmer*innen über weit verbreitete Vorstellungen über Männer und Frauen aus. Diese Vorstellungen und Erwartungen haben in unserer Gesellschaft reale Konsequenzen. Anhand alltäglicher Beispiele aus den Medien soll der Begriff „Sexismus“ mit den Teilnehmer*innen geklärt werden. Der Projekttag will außerdem gegen die Abwertung und Feindseligkeit gegenüber homosexuellen/ trans/ inter Menschen sensibilisieren. Der Workshop findet in heterogenen und/oder homogenen Räumen statt. Zusätzlich bieten wir im Rahmen dieses Workshops gemeinsame Kooperationsübungen für die Klassen an.

Workshop 2:
“Ich bin stark”
Empowerment/Selbstbehauptung/Prävention (sexualisierte Gewalt)
ab 5. Klasse
“Was tut mir gut?”, “ Was tut mir nicht gut?”, “Wer darf mich berühren?”, “Wer darf mich nicht berühren?”
Ziel des Workshops ist es, mit den Teilnehmer*innen zusammen zu erarbeiten, wo ihre Grenzen sind, und auf welche Weise sie diese ausdrücken können.
Aufbauend werden in diesem Bildungsprojekt die Themen Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts, Gewalt und sexualisierte Gewalt bearbeitet. Mit Selbstbehauptungsübungen und der generellen Sensibilisierung für Situationen und Handlungsoptionen wird den Teilnehmer*innen eine Sammlung an Empowerment mitgegeben.
Der Workshop findet in heterogenen und/oder homogenen Räumen statt. Diesen Workshop bieten wir außerdem für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung an.

Workshop 3:
“Gewaltfrei.0” – Umgang mit sexualisierter Gewalt in den Medien”
ab 7. Klasse
Das Leben vieler Jugendlicher wird durch das Internet und die Medien mitbestimmt. Um sich kompetent und sicher innerhalb der Medien bewegen zu können, ist es wichtig, Bedrohungen zu erkennen und mit ihnen adäquat umzugehen.
Das Ziel des Workshop ist es, die Teilnehmer*innen über ihre Rechte aufzuklären und Handlungsoptionen zu entwickeln. Anhand von Fallbeispielen, speziell zum Thema “sexualisierte Gewalt”, entwickeln die Jugendlichen in Kleingruppen Präventionsmaßnahmen, wie sie zum Beispiel bei sexuellen Anmachen im Chat handeln können. Zusätzlich bieten wir in dem Workshop Empowerment-Übungen an.
Der Workshop findet in heterogenen und/oder homogenen Räumen statt.

Workshop 4:
“Stark machen – gemeinsam gegen Gewalt”
ab 7. Klasse
Dieser Bildungstag bietet Handlungsmöglichkeiten gegen Diskriminierungen im Alltag zu sammeln und diese aktiv einzuüben. Ob in der Bahn und im Club, immer wieder werden Menschen aufgrund unterschiedlichen Merkmalen (wie zum Beispiel Geschlecht) beleidigt, bedroht und/ oder verfolgt. Wir wollen uns mit den Teilnehmer*innen über Betroffenengruppen von Diskriminierung und ihre persönlichen Diskriminierungserfahrungen austauschen. Ziel ist es die Teilnehmer*innen für couragiertes Handeln zu sensibilisieren, auf Gefahrensituationen aufmerksam zu machen und erste Handlungsschritte durchzuführen.
Der Workshop findet in heterogenen und/oder homogenen Räumen statt.

Workshop 5:
“Sexuelle Bildung”
ab 4. Klasse
Sexualpädagogische Projekte erfordern eine verantwortungsvolle und umfassende Bearbeitung. Daher thematisiert dieser Workshop Sexualität aus verschiedenen Blickpunkten. Zu Beginn erlernen die Teilnehmer*innen die Mechanismen hinter Diskriminierungen und den Geschlechterrollen kennen. In geschlechtshomogenen Gruppen setzen sich die Jugendlichen dann mit den Themen Liebe, Beziehung, Sexualität und Verhütung auseinander. Neben methodischer Vielfalt gibt es viel Raum für Nachfragen und Diskussionen. Ergänzend verfolgen wir einen präventiven Ansatz im Rahmen dieses Bildungsprojektes. Sexualisierte Gewalt ist kein Randphänomen in unserer Gesellschaft und gehört damit zur Lebensrealität von vor allem Mädchen. Dazu können die Mädchen in diesem Workshop ihre eigenen Grenzen und Bedürfnisse lernen zu definieren um dadurch ein eigenen individuellen positiven Zugang zu ihrer Sexualität zu entwickeln. In den jeweiligen geschlechtergetrennten Räumen wird dieses Thema mit Hilfe von Gesetzen bearbeitet.
Der Workshop findet in heterogenen und/oder homogenen Räumen statt.
Diesen Workshop bieten wir auch für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung an, sowie für Jugend – WG`s/Mädchen-WG`s.

Workshop 6:
“Kuchen für Alle”
ab 7. Klasse
Wäre die Gesellschaft eine Bäckerei, wäre dann für alle ein Stück Kuchen da? Warum bekommen Mädchen*/Frauen* ein kleineres Stück vom Kuchen? Gibt es Menschen die nichts bekommen? Und wer verteilt eigentlich diesen „Kuchen“?
In unserem Workshop werden die Teilnehmer*innen dafür sensibilisiert, dass Kategorien wie Geschlecht, Herkunft und Alter sich auf die Rechte der Menschen auswirken. Diskriminierungen in ihren unterschiedlichsten Formen werden besprochen und methodisch vielfältig erklärt. Zusätzlich setzen sich die Teilnehmer*innen mit dem Begriff und der Bedeutung von Sexismus auseinander. Abschließend werden Handlungsoptionen gemeinsam erarbeitet und aufgezeigt.
Der Workshop findet in heterogenen und/oder homogenen Räumen statt.

Workshop 7:
“Superheldinnen”
ab 4. Klasse

Aufgrund diverser Sozialisationsbedingungen übernehmen viele Mädchen bevorzugt die Rollen der Zurückhaltung, Anpassung und Passivität ein. Auch in Film und Fernsehen finden sich wesentlich weniger aktive, durchsetzungsfähige und heldenhafte weibliche als männliche Vorbilder. Diese oft nicht bekannten weiblichen Vorbilder/Superheldinnen präsentieren und diskutieren wir im geschlechtshomogenen Setting mit Mädchen. Mit Hilfe von Bildern und Filmen gestaltet sich der Workshop anschaulich und partizipativ. Abschließend kreieren die Mädchen sich selbst als Superheldin. Ziel der Einheit ist es die Mädchen zu empowern indem sie ihre eigenen Stärken entdecken.
Diesen Workshop bieten wir auch für Kinder und Jugendliche mit Beeinträchtigung an.

Workshop 8:
“Wer sagt Rap ist nichts für Mädchen?”
ab 4. Klasse

In kaum einer Musikrichtung entwickelt sich autodidaktisches Potential so selbstverständlich wie im Rap – weshalb es eine besondere Chance mit sich bringt, Mädchen* in ihrem Selbstbewusstsein zu unterstützen und zu fördern. Die Teilnehmer*innen sollen Sexismus als Diskriminierungsform erkennen und sich durch eine kritische Auseinandersetzung mit den hergestellten Geschlechterbildern neues Selbstvertrauen aneignen. Denn Rap ist immer das zu dem er gemacht wird.
Mit spaßigen Übungen entwickeln wir eigene Reime und erkunden den Rhythmus von Sprache und bringen ihn ganz locker in einen Takt. Ganz entspannt, ohne „richtig“ und „falsch“ ist unser Raum in erster Linie für uns da, und somit auch für entstehende Fragen -
von „Wie wird (m)eine Idee ein Text?“ über „Wer oder was ist eigentlich dieser Flow?“ bis
zu „Wie funktioniert ein Rap-Song letztendlich?“. Diie* Rapper*in Jennifer Gegenläufer zeigt einfache Methoden, mit denen sich Ideen zu einem Text ausbauen — und mit etwas Mut auch Rappen — lassen.

Die Methoden sind abwechslungsreich und partizipativ. Die Workshops sind flexibel einrichtbar, sodass sie je nach Bedarf an die Gruppe angepasst werden können.

Darüberhinaus gibt es noch folgende Angebote, die sich hauptsächlich an Multiplikator*innen richten:

● Wir bieten Multiplikator*innen – Workshops an für Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen, Pädagog*innen sowie weitere Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe an.
● Fachberatung im Kinderschutz nach §8a (“insoweit erfahrene Fachkraft”)
● Ausstellung “ECHT FAIR!” 20.11.17 – 01.12.17
● Austellung “ECHT KRASS!” 17.10.17- 02.11.17

  • „Mädchenräume“ schaffen durch das Nutzbarmachen von bereits vorhandenen Räumen
  • Öffentlichkeitsarbeit und öffentlichkeitswirksame Aktionen